Besucherbergwerk F60

In Lichterfeld steht ein Gigant der Technik: 502 Meter lang, 204 Meter breit, 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer. Dieser Gigant nennt sich F60 und ist eine Abraumförderbrücke, die man beim Braunkohleabbau verwendet hat. Nach dem Ende des Braunkohleabbaus in Lichterfeld 1992 war lange unklar was mit dem gigantischen Gerät passiert, kurz vor der Sprengung entschied man sich daraus eine Touristenaktion zu machen, die auch uns anzog.

Der Name F60 kommt daher, weil die beiden Bagger der Brücke 60 Meter Erde abtragen konnten. Die Bagger sind nicht mehr vorhanden, diese wurden an eine andere Förderstelle abtransportiert. Heute kann man in einer ca. 90minutigen Führung die Abraumbrücke begehen. Dabei erreicht man eine Höhe von 74m und hat eine wunderbare Aussicht über die Lausitz und den See (der ehemaligen Grube, an der die Braunkohle gefördert wurde.

Das Teil ist so groß, dass passte garnicht auf ein Bild. (Hier musste die Panoramafunktion des iPhones herhalten, oder die 360° Kamera.)

Kurz erklärt wie das Teil funktioniert. Am linken Ende waren die Abraumbagger angeschlossen, die jeweils die Erde in 30m Höhe und 30m Tiefe abbauten. Dieser Abraum wurde auf die Abraumbrücke F60 befördert und auf die andere Seite der Förderstelle transportiert. Dazwischen gab es Förderbagger die die freigelegte Braunkohle förderten. Die Konstruktion der Bagger und Brücke fuhr auf Gleisen entlang der Abbruchkante und die Gleise wurden mit jedem Durchlauf in Richtiung Berg geführt. (Im Bild nach links). Anbei noch ein paar Fotos des Giganten, für den Rest habe ich ein Fotoalbum erstellt.

Hier wären links und rechts der Brücke die Abraumbagger angebracht.
insgesamt 760 Fahrräder tragen das Koloss, 380 treiben es an.
Nach erfolgreicher Besteigung, die vorallem für Annika wegen Ihrer Höhenangst eine Herausforderung war, aber mit Bravour gemeistert hat 🙂

Für weitere Bilder kann gerne das Album betrachtet werden. Besucherbergwerk F60

Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Dresden, dem nächsten Stop unseres Trips. Dort am späten Nachmittag angekommen, bummelten wir etwas durch die Altstadt, machten einen kurzen Abstecher auf einem Herbstmarkt und vesperten mit Federweißer und nem überbackenen Ofenbrot. Später am Abend gab es Tapas und Cocktails in nem mexikanischen Restaurant.

Anschließend ging es nochmal aufs Riesenrad und auf dem Rückweg ins Hotel (ja richtig gelesen) haben wir auch noch ein schönes Motiv der Semperoper erwischt.

Semperoper

Eine Antwort auf „Besucherbergwerk F60“

  1. Das war bestimmt interessant die Führung F60 und Dresden wird bestimmt auch schön habt einen schönen Tag liebe Grüße Mama

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